Zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe beginnt Diablo nicht mit der Frage, ob Sanctuary noch zu retten ist. Auf der BlizzCon 2026 hat Blizzard Entertainment unmissverständlich klargemacht: Sanctuary ist bereits gefallen. Diablo hat gewonnen. Und genau dort setzt der nächste Hauptteil an.
Diablo V ist offiziell angekündigt – mit einem Erscheinungsdatum im Frühjahr 2029. Damit vergehen sechs Jahre zwischen Diablo IV und seinem Nachfolger, mehr als drei Jahrzehnte nach dem Start der Reihe. Der erste kurze Teaser, betitelt „The Return”, ließ wenig Raum für Interpretation: Der Lord of Terror ist zurück, die Helden der Vorgänger sind besiegt, und eine Welt wartet, die keine sicheren Zufluchtsorte mehr kennt.
„Die Helden sind gefallen. Sanctuary ist verloren. Diablo hat triumphiert. Zum ersten Mal kämpft ihr nicht darum, die Apokalypse zu verhindern – ihr tretet in eine Welt ein, in der sie bereits eingetreten ist.” – Blizzard Entertainment
Eine neue Welt: Sanctuary nach der Apokalypse
Diablo V spielt rund hundert Jahre nach den Ereignissen von Diablo IV. Das Setting ist apokalyptisch im wahrsten Sinne: Sanctuary steht unter der Herrschaft des Teufels. Die zentrale Frage, die Blizzard in den Vordergrund stellt, lautet: Was muss man selbst werden, um in einer bereits verlorenen Welt zu überleben?
Diese erzählerische Prämisse hebt sich deutlich von den Vorgängern ab. In Diablo III und Diablo IV war die Grundstruktur stets dieselbe – Helden kämpfen gegen das Böse, um die Welt zu retten. Jetzt ist diese Rettung gescheitert, und das Spiel beginnt genau an diesem Punkt. Konkrete Klassen, Kampfmechaniken oder eine Gameplay-Perspektive hat Blizzard noch nicht bestätigt. Das Forging-the-Next-Era-Panel vom 12. September lieferte erste inhaltliche Einblicke in Welt und kreative Vision, ohne jedoch spielbare Details preiszugeben.
Keine sicheren Städte mehr – die Karawane als neuer Mittelpunkt
Eine der auffälligsten Veränderungen betrifft die Spielstruktur selbst. Städte und sichere Rückzugsorte, die in jedem bisherigen Diablo-Teil als Orientierungspunkte dienten, wird es in Diablo V nicht mehr geben. Stattdessen begleitet eine Karawane von Gefolgsleuten die Spieler durch die gefallene Welt – ein wandernder Stützpunkt, der die Funktion übernimmt, die Tristram oder Bastion’s Keep in früheren Teilen erfüllten.
Dazu kommt prozedural generierter Content: Sowohl Dungeons als auch Teile der Oberwelt sollen zufällig erzeugt werden. Blizzard hat dieses Prinzip bereits in Diablo IV eingesetzt; in Diablo V dürfte es noch stärker greifen. Wie das im Detail funktioniert, bleibt vorerst offen.
Netflix-Serie und weitere BlizzCon-Ankündigungen
Neben Diablo V präsentierte Blizzard auf der BlizzCon 2026 eine weitere Neuigkeit: Eine animierte Serie, die in der Welt von Diablo spielt, befindet sich in Entwicklung – gemeinsam mit Netflix produziert. Konkrete Details zu Handlung oder Erscheinungszeitraum wurden noch nicht genannt.
Für aktive Diablo-IV-Spieler gab es ebenfalls Neuigkeiten: Das Amazonen-Klassenpaket erscheint 2027 als neues Inhaltspaket für Diablo IV. Außerdem bestätigte Blizzard, dass die Diablo IV: Age of Hatred Collection am 15. September auf der Nintendo Switch 2 erscheint. Die neue Season of Hell’s Legacy steht ab sofort in Diablo IV zur Verfügung und bietet einen spielbaren Rückblick auf die Geschichte der Reihe.
Was mit Diablo IV weitergeht
Wer sich fragt, ob Diablo IV nach der Ankündigung des Nachfolgers eingestellt wird: Blizzard hat klargestellt, dass keine weiteren Erweiterungen für Diablo IV geplant sind. Seasons werden weiterhin erscheinen – und diese sollen die Geschichte aufbauen, die schließlich in Diablo V mündet. Das bedeutet, die laufende Story in Diablo IV führt inhaltlich direkt auf den Nachfolger hin.
Das ist eine ungewöhnliche Entscheidung: Normalerweise verabschieden sich Entwickler von einem Spiel, sobald der Nachfolger angekündigt ist. Blizzard verbindet beide Titel narrativ und macht Diablo IV zu einem Bindeglied in der Franchise-Geschichte. Diablo V erscheint Frühjahr 2029 – konkrete Plattformen wurden noch nicht angekündigt, eine PC-Version gilt als gesetzt.

