Heute, am 29. September 2026, erscheint The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered – und die ersten Wertungen fallen eindrucksvoll aus. Auf Metacritic liegt das Remaster derzeit bei 94 von 100 Punkten; alle acht vorliegenden Reviews sind positiv, kein einziger Test gemischt oder negativ. Zum Vergleich: Das Original startete 2015 selbst mit 93 Punkten auf PC. CD Projekt Red und Entwicklungspartner Yigsoft haben das Spiel laut Kritikern nicht nur aufgeholt, sondern überholt.
Das Besondere daran ist nicht nur der Score. Das Remaster erscheint als vollständig kostenloses Upgrade für alle Vorbesitzer – auf PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2. Ein Preisschild gibt es nicht. Diese Kombination aus Metacritic-Spätzunde und Nullkosten-Distribution ist in der heutigen Spielebranche selten.
Was das Remaster konkret verändert
Am deutlichsten ist der grafische Eingriff. Sämtliche Texturen wurden überarbeitet, Beleuchtungstechniken modernisiert – Raytracing gehört nun zum Standard, Pathtracing steht für leistungsstarke PCs offen. Geralt sieht in der Holzwanne zu Spielbeginn nun detaillierter aus als je zuvor. Drowner-Kreaturen schimmern irisierend im Wasser, Barghest-Hunde hinterlassen beim Springen schattenhafte Spuren. Feinde wie Forktail-Drachen haben metallisches Schimmerhäute und Membranflügel bekommen, die sich beim Flattern bewegen.
Die Spielwelt selbst profitiert ebenfalls erheblich. Velen ist dichter beläubt und wirkt weniger wie eine Kulisse, Novigrad strahlt bei Fackelschein moodiger als je zuvor, und Skellige sieht unter den neuen Beleuchtungseffekten bei Dämmerung und Morgengrauen spektakulär aus. Raytracing ergänzt Wasserflächen mit Reflexionen, die in sumpfigen Gebieten wie Velen nun realistisch aussehen.
Spielrelevant, aber weniger sichtbar: Das Skillsystem wurde grundlegend neu gestaltet. Fähigkeiten sind jetzt in echte Baumstrukturen mit Verzweigungen geordnet – wer neue Skills freischalten will, braucht bestimmte Voraussetzungen, nicht nur genug Punkte. Im Kampf gibt es neue Finisher-Animationen, eine dynamische Kamera, die sich an die Gegneranzahl anpasst, und flüssigere Bewegungsübergänge. Außerdem hält Transmogrifikation Einzug: Rüstungen können jetzt optisch frei gestaltet werden, ohne die Spielwerte zu verändern – ein Feature, das Witcher 3 schon lange verdient hatte.
PS5 Pro-Bonus: Auf der PlayStation 5 Pro läuft Raytracing mit 60 FPS statt der niedrigeren Framerate auf Standard-PS5. Wer eine PS5 Pro besitzt, bekommt das optisch eindrucksvollste Konsolenerlebnis.
Kostenlos – inklusive Hearts of Stone und Blood and Wine
Das Upgrade kostet absolut nichts. Wer The Witcher 3: Wild Hunt auf einer unterstützten Plattform besitzt – PC via Steam oder GOG, PlayStation 5, Xbox Series X|S oder Nintendo Switch 2 – erhält das Remaster automatisch. Bestehende Savegames bleiben kompatibel. Steam- und GOG-Bibliotheken wurden heute automatisch auf die Remaster-Version umgestellt.
Was viele überraschen dürfte: Im Upgrade sind auch die Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine enthalten. Wer also bisher nur das Grundspiel hatte, bekommt mit dem Remaster das vollständige Paket – inklusive zweier Erweiterungen, die zusammen mehr als 30 Stunden Spielinhalt bieten. Blood and Wine gilt dabei als eine der starksten Rollenspiel-Erweiterungen der letzten Dekade, Hearts of Stone überzeugt mit einer der besten Einzelgeschichten, die Witcher je erzählt hat.
Eurogamer bezeichnete das Ergebnis als ein „außerordentlich großzügiges Upgrade“ – und das ist treffend. Dieses Maß an langfristigem Support für ein elf Jahre altes Singleplayer-Spiel ohne zusätzlichen Preis ist in der heutigen Spielebranche eine Ausnahme, keine Regel.
Songs of the Past: Der Grund, jetzt einzusteigen
Das Remaster ist kein isoliertes Ereignis. CD Projekt Red hat die Erweiterung Songs of the Past für 2027 angekündigt – einen neuen, kostenpflichtigen DLC mit neuen Geschichten im Witcher-Universum. Voraussetzung: Die Hauptkampagne muss abgeschlossen sein. Für alle, die das noch nicht getan haben, ist das Remaster damit der logische Einstieg – in der technisch besten und grafisch stärksten Version, die je veröffentlicht wurde.
Für Rückkehrer bietet die überarbeitete Welt eine erneuerte Grundlage, bevor der neue DLC erscheint. Novigrad wirkt wieder wie eine lebendige Stadt, die Wildnis Velens hat sichtbar mehr Tiefe bekommen, und die Abende in Skellige sind unter dem neuen Beleuchtungssystem dramatischer als je zuvor – ein guter Zeitpunkt für einen erneuten Durchlauf.
Wer sollte jetzt einsteigen – und wer nicht?
Drei Gruppen profitieren klar: Wer Witcher 3 noch nie gespielt hat, findet jetzt die optisch stärkste Version ohne zusätzliche Kosten. Wer das Hauptspiel angefangen aber nicht beendet hat, kann die Kampagne bequem in Vorbereitung auf Songs of the Past nachholen. Und wer das Spiel bereits vollständig kennt, bekommt eine grafisch aufgefrischte Welt als Einstimmung auf den kommenden DLC.
Wer hingegen alle Inhalte bereits mehrfach durchgespielt hat und keine grundsätzlich neuen Spielerfahrungen erwartet, für den wird die visuelle Auffrischung allein möglicherweise nicht ausreichen. Das Grundgerüst der Geschichte, der Charaktere und der Welt bleibt identisch – es ist Witcher 3, nur sorgfältig neu verpackt.
„Mit dem Remaster sichert CD Projekt Red, dass The Witcher 3 nicht nur in Erinnerung bleibt, warum es ein wichtiges Rollenspiel ist, sondern auch für viele Jahre eines bleibt.“ – Eurogamer
94 Punkte auf Metacritic, heute kostenlos für alle Vorbesitzer, Hearts of Stone und Blood and Wine inklusive. Wer die Welt von Geralt, Novigrad und Skellige noch nicht betreten hat, findet jetzt keinen besseren Zeitpunkt.

