Kein Harry Potter-Reiseplan in Edinburgh lässt Greyfriars Kirkyard aus – und wenn du die Grabsteine gesehen hast, versteht man sofort warum. Verstreut über diesen noch aktiv genutzten Friedhof aus dem 17. Jahrhundert finden sich die Namen Potter, McGonagall, Moodie, Scrymgeour und – am bekanntesten – Riddell, jeder eine nahezu perfekte Entsprechung einer Hauptfigur aus Harry Potter. Rowling lebte nur einen kurzen Spaziergang von hier entfernt, während sie die frühen Bücher schrieb, und ob sie die Grabsteine bewusst als Inspiration nutzte oder nicht – die Übereinstimmungen sind zu konsistent für einen reinen Zufall.
Die Atmosphäre des Friedhofs spricht auch für sich: ein nebliger Kirchhof mit einer kleinen Kirche im Hintergrund, nicht weit entfernt von der Friedhof-Duellszene im Feuerkelch, wo Harry und Voldemort neben dem Grab von „Tom Riddle“ aufeinandertreffen. Fans haben schon lange darauf hingewiesen, wie eng diese Filmszene dem echten Grundriss hier entspricht.
Lage & Umgebung
Greyfriars Kirkyard liegt direkt an der Candlemaker Row, nur ein paar Minuten vom Grassmarket und der berühmten Greyfriars Bobby Statue entfernt, und etwa fünf Minuten von George Heriot’s School, deren Türme über die Kirchhofmauer zu sehen sind und die weithin als Inspiration für Hogwarts gilt. Es ist ein einfacher Zusatzstopp auf einem Spaziergang die Victoria Street hinunter oder hinüber zum Elephant House auf der Cockburn Street – beide fünf bis acht Minuten zu Fuß entfernt –, was ihn zum natürlichen Ankerpunkt für eine Old Town-Harry Potter-Route macht.
Die Charaktergräber
Die Grabsteine des Kirchhofs lesen sich wie eine Besetzungsliste: Anne und Robert Potter für die Familie Potter, William McGonagall für Professor McGonagall, Elizabeth Moodie für Mad-Eye Moody, Margaret Louisa Scrymgeour Wedderburn für Rufus Scrimgeour und Thomas Riddell für Tom Riddle selbst. Die Schreibweise stimmt in den meisten Fällen nicht genau überein, und es gibt ein paar Theorien dazu. Eine besagt, dass Rowling die Schreibweise absichtlich veränderte, um Touristen davon abzuhalten, den genauen Zusammenhang herzustellen – eine Theorie, die durch die Vielzahl an Touristen, die genau das tun, widerlegt wird. Die andere ist schlichtweg, dass sich historische schottische Schreibweisen über die Zeit von den modernen Varianten entfernt haben. Die Familie Riddell soll zehn Minuten entfernt in Riddle’s Court gelebt haben, gleich neben dem Lawnmarket am Royal Mile – eine weitere kleine Schreibvariante, die bemerkenswert ist, wenn du dem Muster auf den Grund gehen möchtest.
Für wen es sich lohnt
Unverzichtbar für alle, die auch nur einen kurzen Harry Potter-Spaziergang durch die Old Town unternehmen – das ist der Stop mit der höchsten Namens-Dichte auf der Liste und lässt sich wunderbar mit George Heriot’s School nebenan kombinieren. Wer keine Friedhöfe mag, kann die Charakternamen auch ohne Besuch hier nachlesen – die Atmosphäre ist jedoch ein Großteil des Reizes.
Praktische Tipps
- Der Eintritt ist kostenlos und der Kirchhof tagsüber geöffnet
- Das Riddell-Grab ist oft das schwierigste zu finden – es liegt weiter hinten, nahe der Außenmauer
- Kombiniere den Besuch mit der Greyfriars Bobby Statue direkt vor dem Eingangstor
- George Heriot’s School ist vom Kirchhof aus sichtbar und den kurzen Extraweg wert
- Kostenlose Stadtführungen (einschließlich des Potter Trail) starten oder führen häufig hier entlang – prüfe die Zeiten, wenn du einen Guide möchtest
- Trage festes Schuhwerk – der Boden ist stellenweise uneben
Häufig gestellte Fragen
Gibt es das Tom Riddle-Grab wirklich in Greyfriars Kirkyard?
Es gibt tatsächlich ein Grab für einen Thomas Riddell in Greyfriars Kirkyard – leicht abweichend von Rowlings Tom Riddle. Es ist einer von mehreren Grabsteinen mit Charakternamen hier, neben Potter, McGonagall, Moodie und Scrymgeour.
Hat J.K. Rowling bestätigt, dass sie diese Gräber für Charakternamen genutzt hat?
Nein, öffentlich hat sie das nicht bestätigt. Sie lebte zwar in der Nähe des Kirchhofs, als sie die frühen Bücher schrieb, und die Anzahl übereinstimmender Namen gilt weithin als zu konsistent für Zufall – doch es bleibt unbestätigt.
Ist Greyfriars Kirkyard kostenlos zu besuchen?
Ja, der Kirchhof ist tagsüber öffentlich zugänglich und der Eintritt ist kostenlos.


