Resident Evil 2026: Regisseur Zach Cregger entschuldigt sich – “Ich war naiv”
SpieleNachrichten
Gaming Nachrichten

Resident Evil 2026: Regisseur Zach Cregger entschuldigt sich – “Ich war naiv”

10 September 2026 · 4 min read · Nachrichten

“Ich glaube, ich war sehr naiv.” Mit diesen Worten wandte sich Regisseur Zach Cregger in einem IGN-Interview an die Fans des neuen Resident-Evil-Films, der am 17. September 2026 in den deutschen Kinos startet. Es war das Ende einer langen öffentlichen Debatte – und der Beginn einer unerwarteten Ehrlichkeit, die viele Fans überraschte.

Cregger, bekannt durch seine Horrorfilme Barbarian und Weapons, hatte sich mit einem Original-Drehbuch im Resident-Evil-Universum getraut, das keine bekannten Spielfiguren wie Leon Kennedy oder Claire Redfield in den Mittelpunkt stellt. Stattdessen führt ein neuer Protagonist – Bryan Hodukavich, gespielt von Austin Abrams – durch eine Handlung in einer schneebedeckten Version von Raccoon City in der Neuzeit.

Warum Leon Kennedy nicht im Film auftaucht

Für viele Resident-Evil-Fans war das die zentrale Enttäuschung: Jahrelang warteten sie auf eine würdige Kino-Adaption des vierten oder siebten Teils, auf Leons Geschichte oder Ethans Geschichte – und bekamen stattdessen eine Originalgeschichte mit einem neuen Charakter.

Cregger hat dafür eine ehrliche Erklärung. Im Interview mit IGN räumte er ein, das Ausmaß dieser Erwartungshaltung unterschätzt zu haben: “Ich habe damit das Gefühl, dass wir schon ewig auf Leons Geschichte warten, nicht wirklich gewürdigt. Ich verstehe das und es tut mir leid, dass das nicht die Geschichte ist, die ich erzähle.”

Der Grund, warum er bewusst auf direkte Spieladaptionen verzichtete, ist paradoxerweise die Ehrerbietung gegenüber den Spielen selbst: “Die Spiele sind so gut umgesetzt, und Leon, Claire und diese Charaktere existieren so perfekt in den Spielen, dass jede Besetzung und jede Veränderung, die ich vornehme, wahrscheinlich zum Nachteil dessen wäre, was ich versuche zu tun.” Ein Kompliment, das gleichzeitig die Entscheidung erklärt – und Fans trotzdem kaum überzeugte.

Cregger als echter Resident-Evil-Fan – der Regisseur hinter der Kamera

Was Creggers Position von anderen Regisseuren unterscheidet, die sich an bekannte Spielmarken wagen: Er ist selbst ein leidenschaftlicher RE-Fan. Er hat die Spiele gespielt, liebt die Franchise – und war dabei sogar einmal so verängstigt, dass er eine Pause einlegen musste.

Laut einem Bericht von play3.de versetzte ihn Resident Evil Village im VR-Modus während der berüchtigten Beneviento-Sequenz in solche Panik, dass er die VR-Brille abnehmen und durchatmen musste. “Ich meine, das ist wirklich absolut furchterregend”, soll er gesagt haben – was weniger wie ein Werbetext und mehr wie die Reaktion eines echten Spielers klingt.

Die früheren Resident-Evil-Verfilmungen hat er nie gesehen – aus denselben Gründen, die viele Fans an seinem Film stören: Sie sehen nicht nach dem Resident Evil aus, das er liebt. “Ich verstehe den Widerstand sogar sehr gut, weil ich die vorangegangenen Resident-Evil-Filme nicht gesehen habe. Wie könnte ich es also den Fans verübeln, dass sie genauso denken?”

Seine Vision: Eine echte Resident-Evil-Geschichte, kein Franchise-Aufkleber

Cregger beschreibt seinen Film wiederholt als einen persönlich motivierten Horrorfilm, der aus aufrichtiger Leidenschaft für die Spielevorlage entstanden ist – nicht als opportunistische Markennutzung.

“Hier geht es nicht darum, dass ich einfach nur eine Geschichte erzähle und Resident Evil draufklebe, um ein Budget zu bekommen. Hier geht es darum, dass ich eine Resident-Evil-Geschichte erzähle. Ich verstehe den Widerstand, wirklich, denn ich kenne ihn selbst.” – Zach Cregger

Trotzdem empfand er die vergangenen Monate als zermürbend. In einem anderen Interview beschrieb er das Gefühl, auf einer “Entschuldigungsrundreise” zu sein – etwas, das er in seiner Karriere so noch nicht erlebt hatte. Columbia Pictures und Sony stehen hinter dem Film; das Drehbuch war laut Berichten so begehrt, dass mehrere große Studios darum konkurrierten.

Kinostart und was Fans jetzt wissen sollten

Kinostart Deutschland: 17. September 2026 · USA: 18. September 2026. Regie: Zach Cregger · Hauptdarsteller: Austin Abrams als Bryan Hodukavich · Vertrieb: Columbia Pictures / Sony.

Ob Resident Evil (2026) die Erwartungen eines gespaltenen Fandoms erfüllen wird, zeigt sich ab dem 17. September. Cregger bat Fans, die skeptisch oder enttäuscht sind, zumindest einen Kinobesuch in Betracht zu ziehen: “Ich hoffe nur, dass sie sich den Film ansehen und sich gesehen fühlen werden, wenn sie ihn sehen – und die ganze Liebe zu den Spielen erkennen, die im Film steckt.”

Der Resident-Evil-Film ist bereits im Vorfeld von erheblichem Interesse begleitet, und die Einspielergebnisse der ersten Wochenenden werden zeigen, ob Creggers persönliche Vision bei einem breiten Kinopublikum ankommt – egal was die Spielfans denken.

🎮
Bleib auf dem Laufenden

EverythingEdinburgh bringt dir die neuesten Gaming- und Esports-Nachrichten auf Deutsch

Mehr Gaming-Nachrichten → Follow on Google
EverythingEdinburgh Gaming
EverythingEdinburgh Gaming
Gaming-Redaktion

Das Gaming-Team von EverythingEdinburgh berichtet über Esports, PC, Konsolen und Neuigkeiten aus der Spielebranche.