Star Wars: Zero Company – Warum Kritiker es schon jetzt zum Jahresbesten küren
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Star Wars: Zero Company – Warum Kritiker es schon jetzt zum Jahresbesten küren

27 August 2026 · 4 min read · Nachrichten

Mit 86 Punkten auf Metacritic und einer Weiterempfehlungsrate von 91 Prozent auf OpenCritic hat Star Wars: Zero Company die Spielepresse überrumpelt. Das gemeinsame Werk von Bit Reactor und Respawn Entertainment erscheint am 27. August 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S – und die ersten Tests lassen kaum Zweifel: Das könnte das wichtigste Spiel des Jahres sein.

Ein Taktikspiel aus einer weit, weit entfernten Galaxis

Hinter Zero Company stecken zwei Studios mit beachtlichem Stammbaum. Bit Reactor wurde von ehemaligen XCOM-2-Entwicklern gegründet; Respawn Entertainment ist für die gefeierten Star Wars Jedi-Spiele verantwortlich. Die Kombination klingt auf dem Papier fast zu gut – und hält in der Praxis, was sie verspricht.

Das Spiel versetzt Spielende in die Zeit der Klonkriege, abseits der bekannten Schlachten zwischen Republik und Separatisten. Im Mittelpunkt steht Hawks, ein anpassbarer Ex-Militärkommandant, der nach einer Niederlage als Söldner seinen Lebensunterhalt verdient. Die Crew des Frachtschiffs The Den ist ein bunt gemischter Haufen: Klonsoldaten, Mandalorianer, abtrünnige Padawane und Abenteurer – und keiner von ihnen ist ein strahlender Jedi-Held.

Genau dieser Ansatz unterscheidet Zero Company von anderen Star-Wars-Titeln. Statt Lichtschwert und Machtfähigkeiten stehen Teamwork, Blasterfeuer und taktisches Kalkül im Vordergrund. Der Ton erinnert an Andor: geerdet, moralisch vielschichtig, ohne den üblichen Heldenglanz.

Nicht Jedi, sondern Söldner – was Zero Company anders macht

Jedes der sieben Hauptmitglieder bringt eine eigene Geschichte, Fähigkeiten und persönliche Konflikte mit. Jae stammt aus einer Bergbaufamilie, die von der Infinite Coil – dem Antagonisten des Spiels – vertrieben wurde. Trick ist ein medizinisch entlassener Klonsoldat. Cly trägt einen Mandalorianer-Jetpack und brennt buchstäblich auf Rache. Diese Bindungen laden das Bondingsystem emotional auf und machen Verluste deutlich schmerzhafter als in anonymen Strategie-Titeln.

Nach Jahren des XCOM-Moddierens mit Star-Wars-Skins haben wir endlich das Taktikspiel, das wir verdient haben. – DualShockers, 9/10

Zwischen den Missionen kehrt man ins Hauptquartier zurück, führt Gespräche, schickt Teams auf Nebenmissionen und verwaltet Ressourcen. Diese Ruhephasen sind kein Lückenfüller – sie sind entscheidend dafür, dass die Charaktere lebendig wirken und persönliche Geschichten ihren Bogen finden.

XCOM im Star-Wars-Kostüm – oder mehr?

Der rundenbasierte Kern des Spiels fühlt sich für Kenner der XCOM-Reihe sofort vertraut an: vier Charaktere, Deckungssystem, Trefferwahrscheinlichkeiten – und unvermeidlich der legendäre Neunzig-Prozent-Fehlschuss. Bit Reactor fügt jedoch eigene Systeme hinzu, die das Spielgefühl spürbar verändern.

Zentrales Element ist das Advantage-System: Jeder Treffer lädt Vorteilspunkte auf, die dann für Bonusaktionen beliebiger Charaktere eingesetzt werden können. Das animiert zu einer deutlich aggressiveren Spielweise als klassisches XCOM. Permadeath ist standardmäßig aktiviert, aber ein Charakter muss dreimal niedergestreckt werden, bevor er endgültig fällt – eine kluge Designentscheidung, die Verlustangst und Risikofreude ausbalanciert.

Das Fortschrittssystem erlaubt bemerkenswerte Flexibilität: Hawks kann von Mission zu Mission zwischen sieben Spezialisierungen wechseln, Fähigkeitenpunkte werden vollständig zurückgesetzt. Die Karten sind bewusst klein gehalten, was taktische Optionen verdichtet und das Spieltempo erhöht. Wer XCOM-2-Veteranen-Masochismus sucht, findet hier möglicherweise weniger Dauerbedrohung – dafür ist die Kampagne erzählerisch deutlich dichter.

Preis und Verfügbarkeit: Star Wars: Zero Company ist ab 27. August 2026 für 49,99 Euro (Standard) und 59,99 Euro (Deluxe) erhältlich – für PC, PS5 und Xbox Series X|S. Ab Tag 1 auch in EA Play Pro enthalten.

Die Kritiker haben gesprochen – und zwar laut

Die internationalen Tests sind ungewöhnlich einheitlich in ihrer Begeisterung. IGN vergibt 9 von 10 Punkten und lobt die exzellenten Charaktere sowie eine Erzählung, die sich wohltuend von klassischen Jedi-Geschichten unterscheidet. PC Gamer nennt Zero Company eines der besten Spiele des Jahres 2026 und wertet mit 90 von 100 Punkten. GamingTrend geht noch weiter: 95 von 100.

Auch die deutschsprachige Fachpresse ist überzeugt. PC Games vergibt 85 von 100 Punkten mit dem Fazit: Ich hatte seit XCOM 2 nicht mehr so viel Spaß mit einem Taktikspiel. GameStar schwärmt von 40 Stunden Strategie und Star Wars – jede davon genossen. Einzig technische Probleme trüben das Bild: Framerate-Einbrüche, Kamerafehler und Audio-Desync in Zwischensequenzen mahnen zur Geduld beim Launch.

DualShockers fasst es elegant zusammen: Zero Company gesellt sich zu Andor und Rogue One in den Kanon der besten Star-Wars-Geschichten über Hochrisikoeinsätze von Menschen ohne Superkräfte. Ob das für den Titel Spiel des Jahres reicht, entscheidet sich in den kommenden Monaten – die Konkurrenz ist stark. Aber die ersten Zeichen stehen besser als gut.

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