The Witcher 4 erscheint 2028 — aber Köln muss dieses Jahr ohne Ciri auskommen
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The Witcher 4 erscheint 2028 — aber Köln muss dieses Jahr ohne Ciri auskommen

25 August 2026 · 4 min read · Nachrichten

Die Gamescom 2026 in Köln ist in vollem Gange — doch wer auf einen großen Auftritt von The Witcher 4 gehofft hatte, wird dieses Jahr leer ausgehen. CD Projekt Red hat kurz vor Beginn der weltgrößten Spielemesse klargestellt, dass ihr mit Spannung erwartetes Open-World-Rollenspiel nicht in Köln zu sehen sein wird. Die gute Nachricht: Es gibt endlich eine offizielle Aussage zum Erscheinungsjahr.

Ciri, 500 Entwickler und ein riesiges Versprechen

In einem kurzen Video, das über die offiziellen Witcher-Kanäle verbreitet wurde, wandte sich Joint-CEO Michał Nowakowski direkt an die Community. Und er geizte nicht mit Superlativen: “Mehr als 500 unglaublich talentierte Entwickler arbeiten daran, etwas wirklich Besonderes für euch zu erschaffen.”

The Witcher 4 soll ein riesiges, immersives Open-World-Rollenspiel werden — mit Ciri als Protagonistin. Die Tocherfigur aus The Witcher 3: Wild Hunt übernimmt nun die Hauptrolle, während Geralt von Riva in den Hintergrund tritt. Nowakowski beschrieb das Spiel als “das größte, kühnste und ambitionierteste Spiel, das wir je gemacht haben” — eine Formulierung, die in der Branche zwar häufig fällt, bei CD Projekt Red angesichts der Witcher-Geschichte aber durchaus Gewicht hat.

Erstmals angekündigt wurde The Witcher 4 bei den Game Awards 2024, seitdem befand es sich in der Vollproduktion. Seit Mai 2026 ist bekannt, dass 513 Entwickler an dem Projekt arbeiten — eine der größten Entwicklungsmannschaften, die das polnische Studio je aufgestellt hat. Intern trägt das Spiel den Codenamen „Project Polaris” und soll den Auftakt einer neuen Trilogie bilden.

Songs of the Past übernimmt die Gamescom

Während The Witcher 4 dieses Jahr fehlt, hat CD Projekt Red Köln keineswegs aufgegeben. The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past, die neue Story-Erweiterung für das bereits fast ein Jahrzehnt alte Spiel, wird auf der Messe spielbar sein — und Geoff Keighley persönlich bestätigte, dass das Add-on beim Gamescom Opening Night Live am 25. August gezeigt wird.

Gamescom-Tipp: The Witcher 3: Songs of the Past ist vom 25. bis 30. August in Köln spielbar und in Livestreams verfolgbar. CD Projekt Red kündigte außerdem “ein oder zwei Überraschungen” im Rahmen der Live-Shows an.

Songs of the Past soll 2027 erscheinen — ein Jahr vor The Witcher 4. Für alle, die auf neuen Hexer-Content nicht bis 2028 warten wollen, bietet die Erweiterung also eine willkommene Zwischenlösung.

2028 als Ziel — aber kein Datum in Stein gemeißelt

Nowakowski betonte ausdrücklich, dass es sich bei 2028 um ein angestrebtes Releasefenster handelt — kein genaues Datum, kein Quartal, kein Monat. “Wir sind noch nicht bereit, ein genaues Datum zu teilen, aber ich kann euch so viel verraten: The Witcher 4 peilt ein Releasefenster 2028 an”, sagte er. “Ich weiß, das ist eine Weile. Aber lasst das Team arbeiten — es wird sich lohnen.”

Das klingt nach Vorfreude, birgt aber auch eine stille Warnung. CD Projekt Red hat in der Vergangenheit mehrfach Termine verschoben — The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 sind dafür bekannte Beispiele. 2028 ist das Ziel, keine Garantie.

“Lasst das Team arbeiten. Es wird sich lohnen.” — Michał Nowakowski, Joint-CEO von CD Projekt Red

Was bedeutet das für PS5, PS6 und die Next-Gen?

Hier wird es interessant. Sony und Microsoft haben noch keine offiziellen Termine für ihre nächste Konsolengeneration bekannt gegeben, aber Branchenbeobachter rechnen mit einem Erscheinen von PS6 und der nächsten Xbox irgendwann um 2028. Falls das zutrifft, könnte The Witcher 4 genau dann erscheinen, wenn neue Hardware auf den Markt kommt — was sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

CD Projekt Red hat sich zu möglichen Versionen für Next-Gen-Konsolen noch nicht geäußert. Bekannt ist, dass das Spiel auf der Unreal Engine 5 entwickelt wird und für PC, PS5 sowie Xbox Series X/S erscheinen soll. Ob eine PS6-Version folgt — oder ob das Spiel von vornherein für beide Generationen optimiert wird — bleibt offen.

Für Fans der Reihe bedeutet 2028 noch mindestens zwei Jahre Wartezeit. Angesichts des Ambitionsniveaus, das CD Projekt Red beschreibt — und angesichts der Tatsache, dass The Witcher 3 bis heute als Maßstab für Open-World-RPGs gilt — dürfte sich die Geduld lohnen. Vorausgesetzt, der Zeitplan hält.

Bis dahin bleibt Songs of the Past die nächste große Witcher-Erfahrung. Wer die Gamescom besucht oder die Livestreams verfolgt, bekommt in dieser Woche einen ersten Vorgeschmack — und zumindest einen Hinweis darauf, wohin sich die Hexer-Saga mit Ciri als Heldin entwickeln könnte.

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