GTA 6 Fahrphysik: Rockstar kombiniert das Beste aus GTA 4 und GTA 5
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GTA 6 Fahrphysik: Rockstar kombiniert das Beste aus GTA 4 und GTA 5

5 September 2026 · 4 min read · Nachrichten

Wenn es einen Aspekt gibt, über den sich GTA-Fans seit der ersten Gameplay-Enthüllung den Kopf zerbrechen, dann ist es die Fahrphysik. GTA 4 und GTA 5 repräsentieren zwei völlig verschiedene Philosophien: Hier Realismus und Gewichtigkeit, dort Zugänglichkeit und Arcade-Fluss. Welche Richtung schlägt GTA 6 ein? Rockstar-Studiochef Rob Nelson hat jetzt in einem Interview klare Worte gefunden – und die Antwort dürfte viele Fans erleichtern.

Driving ist seit jeher das Herzstück der GTA-Reihe. Ob Flucht vor der Polizei, Verfolgungsjagd, Missionsfahrt oder einfach das Cruisen durch die Spielwelt zu einem Radiosender – das Fahrgefühl entscheidet darüber, wie sehr man in der Spielwelt versinkt. Entsprechend gespannt sind Fans weltweit auf jedes Detail, das Rockstar vor dem Novemberstart verrät.

Das Beste aus zwei Welten: GTA 4 trifft auf GTA 5

In einem Interview mit dem YouTube-Kanal TGG wurde Nelson direkt gefragt, ob das Fahren in GTA 6 so gewichtig sei wie in GTA 4. Seine Antwort:

“Only in the best way possible. The team has worked hard to maintain some of the best parts of the weightiness and feel of GTA 4, but have the accessibility of GTA 5.” – Rob Nelson, Rockstar Games

Das klingt zunächst nach einer diplomatischen Marketingantwort, steckt aber mehr dahinter. GTA 4, das 2008 erschien, war für seine realistische und schwere Fahrphysik bekannt: Autos verhielten sich träge, reagierten auf Gewichtsverlagerung und gerieten bei hohen Geschwindigkeiten leicht ins Schleudern. Das machte Hochgeschwindigkeitsverfolgungsjagden besonders spannend und fordernd. Gleichzeitig empfanden manche Spieler gerade Motorräder und Sportwagen als schwierig zu kontrollieren.

GTA 5 korrigierte das zugunsten von Arcade-Zugänglichkeit. Autos fuhren sich flüssiger, reaktionsschneller und deutlich sanfter – was den Einstieg erleichterte, aber auch etwas von der Eigenart des Fahrens wegnahm. Die GTA-Community ist seitdem gespalten: Die einen lieben die Präzision von GTA 5, die anderen vermissen die Physik von GTA 4.

Die Herausforderung für Rockstar war nun, beide Qualitäten zu vereinen, ohne die Schwächen der jeweiligen Vorgänger mitzunehmen. Ein Spagat, der auf dem Papier schwer klingt – und in der Realität wohl nur durch einen kompletten Neuaufbau lösbar war.

Komplett neu aufgebaut: Was das technisch bedeutet

Nelson betonte, dass das Fahrsystem von GTA 6 nicht auf dem alten Code der Vorgänger basiert. “It has all been built up from scratch on this hardware”, sagte er – ein klares Signal, dass Rockstar die technischen Möglichkeiten der PlayStation 5 und Xbox Series X voll ausschöpfen wollte.

Konkret bedeutet das laut Nelson: mehr Kontrolle über Antriebsstrang, Reifen, Federung und Lenkung. All diese Parameter werden direkt ins Physikmodell eingespeist – was bedeutet, dass verschiedene Fahrzeugtypen nicht nur optisch, sondern auch spielmechanisch spürbar unterschiedlich sind. Ein Muscle Car mit Hinterradantrieb wird sich grundlegend anders verhalten als ein frontgetriebener Kleinwagen oder ein geländegängiger SUV.

Dieses Level an Simulation ist für eine GTA-Hauptreihe neu. Bisher waren Fahrzeugphysik und Antriebscharakteristik eher allgemein gehalten – in GTA 6 soll das offenbar deutlich granularer werden. Ob sich das im Spiel tatsächlich so spürbar bemerkbar macht wie in echten Fahrsimulationen, wird sich erst nach dem Launch zeigen.

Was das für GTA-Fans bedeutet – und was offen bleibt

Dass kein externes Team bislang Hands-on-Zeit mit GTA 6 hatte, ist der entscheidende Vorbehalt. Nelsons Aussagen klingen vielversprechend, aber der Mann ist Co-Studioleiter bei Rockstar – er wird das eigene Produkt kaum schlecht reden. Erst wenn echte Spieler das Steuer übernehmen, wird sich zeigen, ob der Hybrid aus GTA 4 und GTA 5 tatsächlich funktioniert.

Was die GameStar-Redaktion beim ausführlichen Gameplay-Showcase im August 2026 bereits beschrieb, passt zumindest zum Versprechen: Die Auto-Steuerung wirke authentisch und biete glaubhafte Fahrphysik. Das Spielgefühl sei weniger arcade-ig als in GTA 5 und erinnere eher an Red Dead Redemption 2 – ein Spiel, das für seine physikalisch überzeugende Spielwelt bekannt ist. Diese externe Einschätzung deckt sich gut mit Nelsons Versprechen.

Release: GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Ein PC-Release wurde bislang nicht bestätigt.

Bis zum 19. November 2026 bleibt das endgültige Urteil zur Fahrphysik also offen. Die Kombination aus GTA-4-Gewichtigkeit und GTA-5-Zugänglichkeit klingt nach dem richtigen Ansatz – und wenn Rockstar sie wirklich umgesetzt hat, könnte GTA 6 das Fahren im Open-World-Genre neu definieren.

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